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Präsidententreffen auf Burg Warberg
Halbjahresbilanz des Distrikt-Governors



Das Halbjahrestreffen der Präsidenten im Distrikt 1800 nutzt der Governor traditionell dazu, eine Zwischenbilanz seiner bisherigen Tätigkeit zu ziehen. Gernot von Starck (Bildmitte, RC Braunschweig-Richmond) lobte dabei auf der Burg Warberg ausdrücklich das Engagement der 72 Clubs (von denen leider nur 58 persönlich vertreten waren) rund um den bundesweiten Polio-Aktionstag im vergangenen Oktober. Bereits mehr als 217.000 Euro wurden gesammelt – "ein herausragendes Ergebnis, zumal noch zahlreiche Aktivitäten für die nächsten Monate geplant sind", so von Starck.
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Der Poliobeauftragte des Distriktes, Rolf Vieten, sagte, noch höher als der finanzielle Erfolg des Aktionstages sei die Tatsache zu bewerten, dass das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Clubs durch die verschiedenen Aktivitäten erheblich gestärkt worden sei. So habe es Clubs gegeben, in denen sich trotz anfänglicher Vorbehalte alle Mitglieder persönlich engagiert hätten. Malte Stahnke, Präsident des RC Uelzen, sprach in diesem Zusammenhang von einer "in jeder Hinsicht gelungenen Initiative des Deutschen Governorrates".
Clubbesuche: Positiv fiel auch die Bilanz der Clubbesuche durch den Governor aus. "Natürlich setzt jeder seine eigenen Schwerpunkte, aber die Ideale von Rotary werden überall gelebt", sagte von Starck. Insbesondere die Clubs in Sachen-Anhalt wähnt er "auf einem guten Weg, wenn auch einige zu früh allein gelassen worden sind".
Eindringlich warb der Governor für die Aufnahme von Frauen. "Sie sind das Überlebenspotenzial der Clubs", so von Starck. Zurzeit seien 176 Frauen in 32 Clubs aktiv, 13 weitere Clubs bereiteten die Aufnahme von Frauen vor.
Neue Clubs sind in Braunschweig und in Lüneburg in Gründung. Für Braunschweig liegt bereits die
Ausbreitungsanalyse bei Rotary International.
Spendenbilanz: Einen Schnitt von 382 Euro pro Mitglied (der höchste Pro-Kopf-Betrag lag bei 1.067 Euro, der niedrigste bei 32) für das zurückliegende rotarische Jahr 2008/2009 hat Past-Governor Friedrich Leffler bei seiner Bilanz der Gemeindienst-Spenden errechnet. Grundlage dieser Zahl ist eine Erhebung unter den 72 Clubs im Distrikt mit einer Mitgliederzahl von 3590 Mitgliedern. Insgesamt wurden für lokale Gemeindienst-Projekte 858.675 Euro gespendet (erfreulich war dabei die Zunahme der Berufsdienstprojekte insbesondere für Haupt- und Berufsschüler), für internationale Projekte im Rahmen des Welt-Gemeindienstes 135.370 Euro. Das sind zusammen 994.045 Euro. Den größten Einzelbetrag spendete der RC Schwarmstedt-Aller Leine-Tal
für das Projekt „Go Ahead“, ein „Learning Center“ in
Südafrika für Aids-Waisen.
Für die Rotary Foundation spendeten die Clubs im Distrikt 1800 im
rotarischen Jahr 2008/2009 weitere 189.858 Euro, für die Polio-Bekämpfung
151.839 Euro (das ist der Spitzenplatz unter den deutschen Distrikten) und für Matching-Grant-Projekte 36.552 Euro. "Zählt man nun alles zusammen,
ergibt sich der stolze Betrag von 1.372.294 Euro, den Sie in Ihren Clubs im Jahr 2008/09 für wohltätige Zwecke
im Rahmen des lokalen und internationalen
Gemeindienstes aufgebracht haben", so Leffler.
In einem Vergleich
aller 531 Distrikte weltweit landete der Distrikt 1800 damit auf einem
stolzen 11. sowie in der Zone 14 unter 20 Distrikten auf dem 2. Rang.
Vortrag: Einen eindringlichen Appell zur Unterstützung der Rotarian Action Group for Population Growth and Sustainable Development (Weltbevölkerungs-wachstum und nachhaltige Entwicklung, RFPD) richtete deren stellvertretender Vorsitzender Paul Werner von der Schulenburg (RC Düsseldorf-Pempelfort) an die Anwesenden. RFPD agiert gemäß den Richtlinen von Rotary
International, ist aber keine offizielle Abteilung und wird nicht von
Rotary International kontrolliert.
"Wenn wir nichts tun, um das expotenzielle Bevölkerungswachstum abzumildern, müssen wir unseren Enkeln gegenüber ein schlechtes Gewissen haben. Spätestens ihnen fliegt die Welt um die Ohren", so von der Schulenburg in seinem Vortrag. Als "die Schaltstelle für den Wandel" machte er die Frau aus – und nicht den Mann. "Es lohnt sich, Themen wie die Verbesserung der Müttergesundheit sowie das Verständnis für die Bedeutung von Verhütungsmaßnahmen aktiv anzugehen", so der Referent unter Bezug auf erfolgreiche Projekte des RFPD. So seien gut ausgebildete Geburtshelfer, HIV-Tests sowie Moskitonetze effektive Mittel, mit denen man vor Ort in Kooperation mit lokalen Partnern helfen könne. Weitere Infos (wenn auch leider nicht ganz aktuell) unter rfpd.de und hier .
Haiti-Hilfe: "Wir sind sicher,dass das Shelterbox-Programm den Menschen zur Zeit
genau die richtige Hilfe bietet. Es ist wirksam,es hilft schnell und
kommt sicher dahin, wo Hilfe gebraucht wird." Mit diesen Worten warb Governor Gernot von Starck bei den Präsidenten um Unterstützung der Erdbeben-Opfer in Haiti. "Es ist ein rotarisches Projekt, das von Rotaract betrieben wird und bereits weltweit erprobt ist." Für 750 Euro kann eine Shelterbox bereitgestellt werden, die zehn Personen mindestens ein halbes Jahr lang mit dem Notwendigsten versorgt.
Fotos: Sven von Graefe |
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Dienstag, 26. Januar 2010/RL
Letzte Änderung: 04.02.10/RL
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