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24.10. Vortrag von Aram Rahmani Pour
Kommunikation mit demenzerkrankten Menschen



Beim letzten Clubmeeting hat der Gewinner des Talentwettbewerbes an der St. Ursula Schule seinen Vortrag zu den Möglichkeiten der Kommunikation
mit demenzkranken Menschen gehalten. Die Präsentation beinhaltete die Erkenntnisse seines Sozialpraktikums im evangelischen Hilfsverein "Tabea", zu der er eine Facharbeit verfasste.
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Aram Rahmani Pour erläuterte, das Demenz ein Defizit in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten, das zu einer Beeinträchtigung sozialer und beruflicher Funktionen führt. Vor allem sind Kurzzeitgedächtnis, Denkvermögen, Sprache und Motorik betroffen. Die Krankheit äußert sich im Verlust bereits erworbener Denkfähigkeiten.
Der Vortrag behandelte zudem die Frage, ob Demenz eine Randerscheinung oder eine Volkskrankheit ist. Von den zirka 1,3 Million in Deutschland an Demenz erkrankten Personen sind 90 Prozent über 80 Jahre alt. Dabei wird die Anzahl der Betroffenen auf vorraussichtlich 2,6 Millionen Menschen bis zum Jahr 2050 ansteigen.
Insgesamt gibt es ungefähr 50 verschiedene Krankheiten, die aufgrund ihre Symptomatik zu den Demenzerkrankungen gezählt werden. Die häufigste Form einer Demenz ist die Alzheimer-Krankheit und betrifft zirka 60 bis 70 Prozent der Erkrankten. Die zweithäufigste Ursache mit zirka 10 Prozent ist die gefäßbedingte (vaskuläre) Demenz.
Die ersten Demenz-typischen Veränderungen im Gehirngewebe treten dabei bereits im jungen Erwachsenenalter auf und nehmen mit zunehmendem Lebensalter stetig zu. Zur Demenz kommt es erst dann, wenn ein großer Teil der Gehirnzellen zerstört ist.
Kommunikationsprobleme entstehen dann, wenn die Betroffenen von sich aus keine Gespräche beginnen und nicht mehr an Konversationen Anteil nehmen, an denen schon mehrere Menschen beteiligt sind. Es kommt auch häufig zu Aphasien (Wortfindungsprobleme).
Das bedeutet, dass zwar die Funktion eines Gegenstandes gekannt wird, der Erkrankte diesen aber nicht mehr benennen kann. Viele erinnern sich auch an die Bedeutung verschiedener Worte nicht mehr, obwohl sie das Wort selbst noch kennen.
Als Lösungsansätze präsentierte Herr Pour folgende Punkte:
- Mimik und Gestik einsetzen, auf Sprachmelodie achten (muss mit Inhalt übereinstimmen)
- nicht künstlich oder ironisch sein
- kurz und einfach formulieren
- ggf. Körperkontakt
- im Blickfeld des Erkrankten aufhalten
- versuchen keine negative Emotionen zu zeigen!
- angemessene räumliche Umgebung schaffen
- Kommunikation (und Gedächtnisleistung) trainieren
Im Anschluss an den Vortrag entbrannte eine lebhafte Diskussion, an der sich viele Freunde aus dem Club rege beteiligten.
Nach seiner Motivation befragt, äußerte der Referent, dass er ein
Sozialpraktikum während seiner Zeit in der Realschule absolviert hatte.
Seine Wahl fiel seinerzeit auf den evangelischen Hilfsverein für
Demenzerkrankte „Tabea“. Das Konzept dieser Einrichtung wurde in der
Facharbeit ausführlich vorgestellt.
Wir bedanken uns bei Herrn Pour für sein Engagement und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute. |
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Montag, 24. Oktober 2011/web407
Letzte Änderung: 24.10.11/web407
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